ADHS im Erwachsenenalter

Chaotisch, zerstreut, spontan, feinfühlig - ist das ein Problem?

Fachartikel von Barbara Tröbinger

Ein Gefühl der Getriebenheit und der inneren Unruhe, erhöhter Bewegungsdrang, ständig auf Achse sein, reden wie ein Wasserfall, andere oft stören oder unterbrechen, erhöhte Ablenkbarkeit, Verträumtheit, Schwierigkeiten bei einer Sache zu bleiben, häufiges Vermeiden oder "vor sich Herschieben" unliebsamer Verpflichtungen und Tätigkeiten, Zerstreutheit, Chaosneigung, schlechtes Zeitmanagement (Unpünktlichkeit, häufiges Vergessen von Terminen und Vereinbarungen...), schnelle Stimmungswechsel, häufige emotionale Überreaktionen, Reizbarkeit, ein überschießendes Temperament - dies sind typische Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS).

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Das Autismusspektrum

Fachartikel von Barbara Tröbinger

Was ist Autismus?

Autismusspektrumsstörungen (ASS) sind eine neurobiologische Eigenart - heute als "neuronale Entwicklungsstörung" bezeichnet -, die wie ADHS über die Lebensspanne besteht. Heute wird die Prävalenz (Häufigkeit) von Autismusspektrumsstörungen bei etwa 1-3% der Bevölkerung geschätzt. Sie sind gekennzeichnet durch Schwierigkeiten und Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion (im zwischenmenschlichen Kontakt, in Beziehungen, in der Sprache) sowie durch repetitive (sich wiederholende, gleichförmige) Verhaltensmuster und Spezialinteressen. 

Soziale Spielregeln werden nicht gut verstanden, Körpersprache und Mimik sind bei Betroffenen häufig eingeschränkt. Auch fällt das Lesen nonverbaler Signale anderer Personen (z.B. Körpersprache, Gefühlsausdruck) schwer. Mehrdeutigkeiten, Sarkasmus werden nicht verstanden. Es besteht ein starkes Bedürfnis nach Routine und Berechenbarkeit, Unerwartetes löst oft massiven Stress aus. Menschen mit Autismus haben einen starken Sinn für Details und merken sich für andere irrelevant erscheinende Informationen sehr genau. Spezialinteressen können z.B. im Bereich der Naturwissenschaften, der Mathematik, der Technik, aber auch Geschichte, Sprachen oder Musik liegen.

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EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Fachartikel von Barbara Tröbinger

Was ist EMDR?

EMDR wurde in den 1980er und 1990er Jahren von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro zur Therapie von Traumafolgestörungen entwickelt. Seither wurde die Methode durch Experten und Expertinnen weltweit weiterentwickelt und zur Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen angepasst.

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Wann kann Therapie helfen?

Auch Konflikte und leidvolle Erfahrungen gehören wie Zufriedenheit, Freude und Zugehörigkeit zu unserem Leben. Wir lernen, ohne viel darüber nachzudenken, im Laufe unseres Lebens, mit den meisten neuen Situationen, mit Veränderungen und mit Verlusten umzugehen.

Dennoch kann es Momente im Leben geben, wo die bisherigen Strategien einfach nicht ausreichen oder nicht mehr funktionieren, wo einem die Welt in ihren Grundfesten erschüttert scheint, einem buchstäblich "der Boden unter den Füßen weggezogen wird", wo man von quälenden Gedanken und Gefühlen geplagt wird.

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Treffpunkt ADHS

Ein Gruppenangebot der Stadt Graz

Ich freue mich zusammen mit einem Team erfahrener Kolleg*innen seit 2024 am ersten kostenlosen öffentlichen Unterstützungsangebot für Erwachsene mit ADHS in der Steiermark mitwirken zu dürfen. Das Gruppenangebot geht 2026 nun ins dritte Jahr.

Start: Montag, 26.01.2026

Ort: SMZ Stadtteilzentrum Jakomini / Jakominigürtel 1, 8010 Graz

In Kooperation mit Pro Mente Steiermark

Termine und Anmeldung

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